Damit der Uckerkaas so schmeckt, wie wir uns das vorstellen und Sie es sich wünschen, muss die Qualität der Milch natürlich hoch sein. Hier bekommen Sie einen Einblick, wie bei uns die Kälber zu Milchkühen heranwachsen und wie die gute Milch produziert wird.

Aufzucht

Die Geburt eines Kalbes ist für die Bauern im Milchviehbetrieb Wolters immer ein freudiges Ereignis. Das Kalb wird in einem, mit frischem Stroh eingestreuten Abkalbestall geboren.
Sehr wichtig für neugeborene Kälber ist die Versorgung mit der sogenannten Biestmilch. Das ist die erste Milch der Kühe nach der Geburt des Kalbes. Sie enthält viele Vitamine und Abwehrstoffe, die die Kuh dem Kalb zum Schutz mit auf den neuen Lebensweg gibt.
In den ersten Lebenstagen des Kalbes ist seine Betreuung sehr intensiv. Jedes Tier kommt in eine Einzelbucht. Mehrmals täglich wird genau überprüft, ob das Kalb gesund ist und ausreichend Milch trinkt.
Nach einer Woche wechselt das Kalb von der Einzelbucht in den "Kindergarten". Das ist eine eingestreute Kälberbucht mit 15 anderen Kälbern. In dieser Kälbergruppenbucht wird die getrunkene Milchmenge durch einen Trinkautomaten überwacht. 6 Mal am Tag bekommt das Kalb durch den Automaten 1 Liter Milch.
Das Kalb lernt in dieser Zeit auch, anderes Futter zu fressen, wie z. B. Futtergetreide, Silomais und Heu. Speziell für diese jungen Kälber wurde eine Futtergetreidemischung mit viel Mais entwickelt. In dieser Gruppe wird auch der Herdengeist der Tiere entwickelt. Das Kalb lernt, wie es sich in der Gruppe am besten verhält. Im Milchviehbetrieb Wolters wird in dieser Zeit auch versucht, durch freundlichen Umgang mit den Kälbern das Verhältnis zum Menschen optimal festzulegen.

Nach oben


Jungrind

Nach 8 Wochen "Kindergarten" hat der Pansen (der Magen) des Kalbes sich ausreichend entwickelt. Nun frisst es nur noch Silomais, Anwelksilage und Futtergetreide. Ab dieser Zeit fühlt sich das Kalb nicht mehr als Kalb, sondern möchte schon gerne "Jungrind" sein.
50 Jungrinder bilden eine Gruppe. In dieser Gruppe lernen die Tiere Liegeboxen kennen. Die Liegeboxen sind immer angepasst an die Tiergröße. Sie haben grundsätzlich eine weiche Matratze aus Stroh.
In den Liegeboxen können die Tiere immer trocken und bequem liegen. Diese jungen Rinder lernen das sehr schnell. Und so stellen sie von ganz alleine fest, wie komfortabel Liegeboxen sind.

Bei den Jungrindern wurde eine ganze Seitenwand des Stalls entfernt, um einen maximalen Luftaustausch und eine optimale Sonneneinstrahlung zu gewährleisten.
Bis zu einem Alter von 22 Monaten bleiben die Jungrinder in diesem Stall.
In Abständen von 6 Monaten findet eine Futterumstellung statt. Auch Rinder müssen auf ihre schlanke Linie achten und sollen ab dem ersten Lebensjahr nicht zu viel Fett ansetzen. In dieser Zeit wachsen die Tiere zu kräftigen, gesunden Milchkühen heran, die viel gutes Futter fressen können. Vor allen Dingen bekommen die Tiere viel Stroh zugefüttert, um den Pansen maximal zu entwickeln.

Nach oben


Milchkühe

Im Alter von 24 bis 26 Monaten gebären die Jungrinder zum ersten Mal ein Kalb, d. h. sie kalben. Damit sind sie Jungkühe geworden.
Weil das Kalben körperlich einen großen Einfluss auf die Tiere hat, werden sie in einer extra Vorbereitungsgruppe speziell vorbereitet. Dort bekommen die "werdenden Mütter" viel Vitamine und Mineralien sowie eine Futtermischung mit viel Energie und Eiweiß.
An dem Tag des großen Ereignisses bekommt die Kuh ihre eigene Bucht mit frischem Stroh. Dort kann sie dann in aller Ruhe ihr Kalb zur Welt bringen. Die Bauern des Milchviehbetriebes Wolters überwachen die Geburt sorgfältig und helfen der Kuh, wenn nötig.
Nach dem Kalben gibt es allen Grund zum Anstoßen. Die Kuh bekommt einen "Spezialdrink" aus lauwarmem Wasser, einem Liter Weißwein, extra Vitaminen und Energie. Das Kälbchen wird gleich mit der frisch gemolkenen Muttermilch und vielen hygienischen Maßnahmen versorgt.

Wenn die Kuh vollkommen gesund ist und gut frisst, kommt sie nach einem halben Tag in die Startgruppe. Die Startgruppe ist eine Gruppe von "jungen Müttern" (neugekalbten Kühen), die sehr hochwertiges Futter bekommt. Diese Kühe werden für die Dauer von 14 Tagen nach den Kalben alle einzeln überwacht. Körpertemperatur, Fressverhalten und der allgemeine Gesundheitszustand werden jeden Tag beobachtet und protokolliert. In dieser Gruppe lernen die neugekalbten Jungtiere auch den Melkstand kennen.

Nach ca. 40 Tagen kommen die neugekalbten Kühe in eine Hochleistungsgruppe. Eine Kuh dieser Gruppe produziert um die 38 kg Milch pro Tag. Das Futter für diese Kühe ist besonders hochwertig, damit sie so wenig wie möglich Körpermasse verlieren und schön gesund bleiben.

Wenn die Kühe beginnen, Fett anzusetzen, kommen sie in die Mittelleistungsgruppe und später in die Niedrigleistungsgruppe.
Jetzt geht es den Kühen wieder fast wie den Menschen – gut in Kondition bleiben und nicht zu fett werden. Das bedeutet, es wird mehr von den Futterkomponenten gefüttert, die einen niedrigeren Energiegehalt haben.

Im Milchviehstall gehören ca. 100 Tiere zu einer Gruppe. Diese Größe der Gruppe wird offenbar auch von den Kühen als angenehm empfunden, denn die Wiedererkennung der Kuhfreundinnen ist möglich und Hierarchiestreitigkeiten sind nicht all zu ausgeprägt. Bei dieser Gruppengröße sieht man öfter die selben Kühe zusammen liegen und zusammen fressen.
Für die Sommermonate werden die Seitenwände des Stalls entfernt. Außerdem wurden große Ventilatoren eingebaut, um auch bei hohen Temperaturen den Kühen ein angenehmes Stallklima zu verschaffen.

Nach oben


Melken

Der Melkstand des Milchviehbetriebes Wolters ist das Herz des Betriebes. Die ausgebildeten Melker gehen sehr ruhig und sorgfältig mit den Kühen um. Daher kann man es öfter beobachten, dass die Kühe beim Melken einfach wiederkäuend weitergehen.
Durch gesunde Kühe, gewissenhafte Euterreinigung und sauberes Melken erreicht der Milchviehbetrieb Wolters eine sehr gute Milchqualität und damit die beste Grundlage für den Uckerkaas.
Die über 500 Kühe des Milchviehbetriebes Wolters produzieren jeden Tag 14.000 kg Milch mit 4,00 % Fett und 3,35 % Eiweiß.
Sehr stolz sind alle darauf, dass dem Milchviehbetrieb das Qualitätszertifikat: "Aus kontrollierter Aufzucht, Haltung und Milchgewinnung" des Institutes für Tiergesundheit und Agrarökologie (ifta) vergeben worden ist.

Nach oben


Füttern

Die Tiere des Milchviehbetriebes Wolters werden mit einem Futtermischwagen gefüttert. In diesem Futtermischwagen werden alle Futterkomponenten sorgfältig gemischt und den Kühen in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt. Hauptkomponenten der Futterration sind Grassilage von den eigenen Wiesen, Silomais und Getreideschrot vom eigenen Acker. Einige andere Komponenten, die aus garantiert einwandfreier Herkunft sein müssen, werden noch zugekauft. Mehrmals im Jahr werden alle Futterkomponenten u.a. auf Energiegehalt, Eiweißgehalt und Schadstoffe untersucht.

Für jede Gruppe der Kühe wird ganz nach den speziellen Bedürfnissen eine extra Mischration berechnet. Es wird genau abgewogen, wie viel von jeder Futterkomponente gefüttert wird. An Hand von international wissenschaftlich ermittelten Vorgaben für den Gehalt an Energie, Eiweiß, Rohfaser, Stärke, Vitaminen und Spurenelementen wird versucht, durch exakte Fütterung die beste Gesundheit der Tiere zu erreichen.
Die Fütterung und Versorgung der Kühe ist gut damit vergleichbar, wie Hochleistungssportler mit ihrer Nahrung, Kondition und Gesundheit umgehen.

Nach oben


Hygiene

Sauberkeit und Hygiene sind grundlegendste Voraussetzungen für gesunde Kühe und damit für gute, gesunde Milch.
Als Hygienemaßnahmen werden dreimal am Tag alle Liegeboxen der Kühe gereinigt und neu eingestreut. Einmal am Tag werden die Futterkrippen sauber gemacht und zweimal in der Woche die Tränken der Tiere.
Das Motto der Milchviehbetrieb Wolters GmbH ist:
"Nur eine gesunde Kuh ist fähig, ausreichend Milch zu produzieren und lange zu leben".

Nach oben